Exposition gegenüber Luftverschmutzung verursacht Demenz, Studie schlägt vor

Die Studie, an der knapp 1.000 Personen teilnahmen und die von Elissa Wilker von der Harvard Medical School geleitet wurde, zeigt, dass eine langfristige Exposition gegenüber Luftverschmutzung zu erheblichen Veränderungen im Gehirn führen kann. Wilkers Untersuchungen zeigen, dass diese Veränderungen zu ernsthaften Speicherproblemen führen können.

Die Schuldigen sind winzige Teilchen, die nicht mehr als 2, 5 Mikrometer messen. Sie werden durch Autoabgase, das Verbrennen von Holz usw. in die Luft freigesetzt. Die Exposition gegenüber dieser Art von Verschmutzung kann über einen langen Zeitraum hinweg zu vielen "stillen Schlägen" führen, die zwar keine sichtbaren Symptome verursachen, aber könnte schließlich den gleichen Effekt haben wie ein sehr ernster Schlaganfall.

Wilkers Bericht besagt, dass die Exposition gegenüber diesen winzigen Partikeln auch bei Menschen, die ansonsten sehr gesund sind, mit "heimtückischen Auswirkungen der Gehirnalterung" verbunden ist. Der Bericht geht weiterhin davon aus, dass eine langfristige Exposition gegenüber einer erheblichen Luftverschmutzung die Alterung des Gehirns um ein ganzes Kalenderjahr vorantreiben könnte.

An der Studie nahmen Menschen aus Framingham, Massachusetts, teil, einer Gemeinde unweit von Harvard. Keiner der 943 Teilnehmer zeigte Anzeichen von Demenz oder hatte jemals einen signifikanten Schlaganfall erlitten, bevor die Studie begann. Sie alle wurden MRTs unterzogen, um zu zeigen, wie sich ihre Gehirne über einen Zeitraum von zehn Jahren (1995 bis 2005) verändert haben. Das Ergebnis: Schon eine geringe Luftverschmutzung führte zu einer Verringerung der Hirngröße um 0, 3 Prozent und zu einem um 46 Prozent erhöhten Risiko eines leisen Schlaganfalls.

Die Wissenschaftler sind sich immer noch nicht sicher, warum die Umweltverschmutzung diese Art von Auswirkungen auf das Gehirn hat, aber spekulieren, dass dieses sehr wichtige Organ sich entzünden könnte.